Tara – Love me crazy

In den letzten vier Jahren haben wir größtenteils männliche Musiker aufgenommen. Wir wissen nicht wirklich warum, aber vermutlich tragen sozio-kulturelle Faktoren Schuld daran. An uns kann es jedenfalls nicht gelegen haben! Sobald wir mal eine weibliche Musikerin vor unsere Mikrofone bekommen haben, ist auch gleich mindestens, wenn nicht sogar ein kleiner Hit daraus geworden. Man denke nur an “Travelling Man” mit Vicky Lucato, oder “Kalighata” von Ujjayinee

Seitdem wir nun aber nach unserer Segelpause in Deutschland wieder zurück bei Marianne sind, scheint sich einiges geändert zu haben! In den Staaten fing alles mit Kia in New Orleans an, und danach kamen wir vor lauter großartigen Musikern und Momenten gar nicht mehr hinterher Beweismaterial online zu stellen. Ein dickes Entschuldigung von unserer Seite, aber es gab irgendwie wichtigere Dinge zu tun. Im Moment leben zum Beispiel, die Reise genießen, Filmen, an Marianne rumwerkeln und so.

Als wir aus den Staaten mit Kurs auf Bermuda abgelegt haben, hatte ich ehrlich gesagt nicht wirklich daran geglaubt, überhaupt Musiker auf der Insel mitten im Atlantik zu finden. Recht isoliert liegt der kleine Inselstaat am Rande des berühmten Bermuda-Dreiecks (yeah! wir sind durch!) und das wir gleich so jemanden tollen wie Tara finden, ist ehrlich gesagt auch – naja, nicht die klassische Art, wie wir Musiker normalerweise kennen lernen.

Alles fing mit einem etwas verschrobenen Tourkoller im Magicbus, irgendwo zwischen Chicago und New York an. Jack war ständig an seinem neuen iPhone, Benni tipselte auch unentwegt auf seinem Telefon rum und ich – meine Freundin hatte sich gerade von mir getrennt – fühlte mich wohl ein bisschen einsam und musste an die Storys meiner Single-Freunde in Deutschland denken. Tinder.

Tinder ist eigentlich eine klassische Dating-App. Und so tinderte ich eher aus Langeweile als mit ernsthaften Hintergedanken durch die Welt, bis auf den Bermudas plötzlich Tara auf meinem kleinen Bildschirm auftauchte. Ein Foto von ihr mit einer Gitarre. Gleich nach links geswiped und gleich gematcht. (Für genauere Erklärungen Wikipdia befragen.)

Tara hat hier einen kleinen Laden in St. George’s und verkauft unter anderem selbstgemachten Schmuck aus recyceltem Plastikmüll. Diverse Auszeichnungen hat sie mit ihrer umweltbewussten Mode schon gewonnen, gibt Unterricht an Schulen und ist auch sonst wirklich klasse. Checkt ihren Laden unbedingt aus, man kann wohl auch online bestellen → LaGarzaBermuda.com

Taras selbstgemachter Schmuck

Gedatet haben wir zwar nicht wirklich, aber dafür etwas viel tolleres angestellt und das könnt ihr euch hier anschauen. Mein erster Tinder-Treff war also ein voller Erfolg. Ein Hoch auf das Web 2.0!

Tagebuch Eintrag Nr. 7 /// Der Magic Bus bekommt einen echten Jack Mantis

Wir sind endlich in New York City, die Sonne scheint und Jack verpasst unserem Magic Bus ein neues Outfit. Im Stile des klassischen Graffiti, das wohl vor einiger Zeit irgendwo hier in der Gegend von Brooklyn erfunden wurde, trägt dieses Bild seinen Namen.

Vielen Dank an Satis & Fy, die uns freundlicherweise ihre Lagerhalle für unseren Bus zur Verfügung gestellt haben, wo es ein Klo und Strom gibt. Was braucht man mehr?

Tagebuch Eintrag Nr. 5 /// Grenzübergang USA/Kanada

Smutje Hannes Traum war es schon immer Musiker in der großartigen Stadt von Toronto aufzunehmen. Jetzt wird sein Traum endlich wahr. Dies ist der erste Schritt, wir haben die Grenze von den USA nach Kanada überquert! Die Maut-Straße hätte 5 Dollar gekostet, deshalb haben wir uns für die Fähre entschieden. War nun zwar doppelt so teuer, aber das war es uns absolut wert. Eine Fährfahrt die ist lustig, eine Fährfahrt die ist schön…

Can’t help falling in love

Wir haben noch nie eine Coverversion aufgenommen, aber da Jack der größte Elvis Fan auf Erden ist (ohne zu übertreiben) und seine Version von “Can’t help falling in love” so schön war, haben wir uns breitschlagen lassen und unser Equipment auf einer Brücke über den Mississipi aufgebaut und dieses wunderschöne Stück Musik, zu Ehren von Elvis Presley aufgenommen.

Vorher waren wir natürlich noch bei Elvis zu Hause in Graceland und durften seine Energie spüren.

Mountain Home von Kia Ochun

Wir haben Kia auf der Royal Street in New Orleans getroffen, als sie gerade mit ihrem selbstgebauten Banjo ein paar ihrer Songs spielte. Am nächsten Tag hat sie uns “ans Ende der Welt” beim Mississippi geführt und für uns ihren Song “Mountain Home” gespielt.

Folgt ihr hier auf Facebook und wer mag, kann ihre CD via Bandcamp erwerben.

Sweet Home Alabama

Posted by Sailing Conductors on Sunday, April 12, 2015

Tagebuch Eintrag Nr. 3 /// Sweet Home Alabama

Diary entry #2 /// finally on the road. Thanks to Skip and his wonderful words...

Posted by Sailing Conductors on Thursday, April 9, 2015

Tagebuch Eintrag Nr. 2 /// Endlich unterwegs

Skip, vielen Dank für diese wundervollen Worte.