Wir hatten so etwas vorher noch nie getan, doch dieses Mal bot es sich einfach an: Irgendwo Zwischenstopp zu machen, obwohl wir an unserem eigentlichen Ziel (Kapstadt) noch gar nicht angekommen waren. Der Wind kam mal wieder ziemlich kräftig von vorne und das allwissende blaue Buch meinte, dass die Umrundung des Kaps doch besser bei optimalen Bedingungen vorzunehmen wäre. Die Stadt in unserer Nähe sei außerdem in einer der malerischsten Landschaften ganz Südafrikas gelegen. Wir machen uns ja aus so was sonst nichts, aber es passte einfach alles wunderbar zusammen und so befinden wir uns nun also in Knysna. (Ausgesprochen wird das so wie „nice, na?!“)


Eigentlich wollten wir es uns hier noch ein paar Tage gut gehen lassen. Laut Wetterbericht sollte der Wind erst am Sonntag auf Ost drehen und uns die Bedingungen verschaffen, die wir für die Umrundung des Kaps der Guten Hoffnung brauchen (bzw. des Kap Agulhas – der südlichste Punkt Afrikas, beide Kaps werden häufig verwechselt). Doch heute Nacht brachte eine Unwetterfront sämtliche Wettervorhersagen durcheinander und nun müssen wir wohl doch schon heute Abend die Segel hissen.
(Ein paar Stunden später)
Halt! Alles auf Anfang. Montag soll der Wind zwar aus Ost kommen, aber es gibt eine Sturmwarnung mit Winden bis zu 35 Knoten. Naja, mal sehen, wann wir hier loskommen – wer segelt hat schließlich Zeit. Dann bestell ich mir doch noch ein kühles Blondes…
(Noch ein paar Stunden später)
Okay, es bleibt doch alles wie es ist: Wir fahren morgen früh.
