Expedition Music Concept (EMC)

Während unserer 3 1/2-jährigen Reise von Australien nach Deutschland, sollen auf fünf Kontinenten in etwa dreißig Ländern hunderte Musiker aufgenommen werden. Über die Zeit entstehen so Lieder von mehreren Künstlern, die sich persönlich nie begegnet sind. Denn jede Aufnahme findet zeitlich‐ und räumlich getrennt von der anderen statt.

Von Benjamin Schaschek und Hannes Koch in der Planungsphase des Projekts entwickelt, versteht es sich als Enkel der Konzeptkunst der späten 60er Jahre. Wie bei der Objektkunst von Marcel Duchamp, steht nicht das Werk im Vordergrund, sondern die Gedanken um dessen Bedeutung.

Ziel ist es, die Menschheit über politische, gesellschaftliche und kulturelle Grenzen hinweg zu vereinen. In dem mit Hilfe von mobiler Aufnahmetechnik Menschen aus unterschiedlichen Ländern nacheinander einzeln aufgenommen werden und erst in der Nachbearbeitung ihre Darbietungen zusammen erklingen, soll gezeigt werden, dass die Sprache der Musik weltweit verständlich ist.

Ganz neu ist diese Idee allerdings nicht. Ähnliche Projekte sind „Playing for Change“ aus den U.S.A. und Eric Whitacres virtueller Chor „Lux Aurumque“. Gemeinsam ist diesen Vorbildern, dass ein bestehender Song von Musikern aus der ganzen Welt interpretiert wird.

Das EMC geht einen Schritt weiter und möchte nicht einfach eine Komposition von verschiedenen Musikern nachspielen lassen. Vielmehr wird diese von ihnen gemeinsam entwickelt. Ohne sich je begegnet zu sein, sollen also mehrere Musiker räumlich und zeitlich voneinander getrennt zusammen einen Song komponieren.

Dabei beginnt ein Musiker mit einer Melodie, einer Akkordfolge, einem Rhythmus oder einem eigenen Song. Dieser wird mit Hilfe von analoger und digitaler Aufnahmetechnik in einem Sequencer aufgezeichnet. Der nächste Musiker hört an einem anderen Ort diese Einspielung über einen Kopfhörer. Ihm ist dann freigestellt, was er mit seinem Instrument der Aufnahme hinzufügen möchte und wird ebenso, auf einer neuen Spur aufgezeichnet.

Nach und nach entwickelt sich so ein vollständiger Song, dessen einzelne Teile unabhängig voneinander bearbeitet werden können. So ist es in der Nachbearbeitung unter anderem möglich, einzelne Spuren zu verwerfen oder sogar das Arrangement zu verändern. Besonders interessant ist dabei die Vermischung verschiedenster Musikstile und Instrumente, sowie die Frage nach dem eigentlichen Urheber des Werkes.

2 Gedanken zu „Expedition Music Concept (EMC)“

  1. I just came across you fellows on the Sea Vagabond website. Wow, I am totally enthralled with your mission. We are a family of four, living onboard our 43 ft Catherine, and working professional musicians based in NYC. We are leaving our homeport in three weeks and taking our musical lives to sea for awhile…atleast as long as we can afford to feed the kids, and travel as long as we can. We hope to cross paths with you soon. We will be in the Caribbean all winter and spring season. cheers
    christel astin

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